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Nachhaltigkeit4. Mai 20266 Min. Lesezeit

Holz: das Comeback eines Baustoffs

Was Holzbau heute leistet, wo seine Grenzen liegen und wann sich der Aufpreis rechnet.

von Jonas Weber

Modernes Haus mit Holzfassade und großen Glasflächen in Berglandschaft

Holz war lange der Baustoff für Ferienhäuser. Heute entstehen damit siebengeschossige Wohnhäuser mitten in der Stadt. Der Grund ist nicht Nostalgie, sondern Bauphysik: Brettsperrholz trägt viel bei geringem Gewicht und lässt sich im Werk millimetergenau vorfertigen.

Das verkürzt die Bauzeit erheblich. Wo ein Massivbau Wochen zum Austrocknen braucht, steht der Rohbau aus Holz in wenigen Tagen, weil kaum Feuchtigkeit ins Gebäude kommt. Auf der Baustelle wird montiert statt gemauert, und das bei deutlich weniger Lärm und Verkehr in der Nachbarschaft.

Grenzen gibt es trotzdem. Holz braucht ein durchdachtes Detail an jedem Übergang, an dem Wasser stehen könnte, und der Schallschutz zwischen Wohnungen verlangt sorgfältig geplante Aufbauten. Beides ist lösbar, aber nichts, was man auf der Baustelle improvisiert.

Unsere Erfahrung aus achtzehn Jahren: Der Aufpreis gegenüber dem Massivbau liegt je nach Projekt bei fünf bis zehn Prozent und amortisiert sich über die kürzere Bauzeit und die niedrigeren Betriebskosten.